Evaluation
Die Wirkung der Projekte an der Volksschule von Basel-Stadt wird in Zukunft im Rahmen einer Gesamtevaluation untersucht. Dies reduziert zum einen den Aufwand der Schulen und ermöglicht zum anderen einen Gesamtblick. Die Evaluation der Schulharmonisierung umfasst daher in Teilen auch die Evaluation dieser Projekte:
- Förderung und Integration
- Leitungsstrukturen
- Qualitätsmanagement
- Tagesstrukturen
- Frühförderung Deutsch
- Passepartout
Im Rahmen der Evaluation werden quantitative und qualitative Daten erhoben und ausgewertet.
Quantitative Daten
Im Rahmen der quantitativen Analyse wird anhand von Daten untersucht, wie erfolgreich die Schullaufbahnen von den Schüler/innen durchlaufen werden – zum Beispiel wie viele Jugendliche nach der Volksschule einen Anschluss haben, also das Gymnasium, eine Lehre oder eine andere Berufsausbildung absolvieren. Weichen solche Ist-Werte zu stark von den vorgängig definierten Soll-Werten ab, werden Änderungen eingeleitet.
Für einen Grossteil der quantitativen Daten greift die Evaluation der Schulharmonisierung auf bestehende Quellen zurück – auf Kennzahlen und Analysen der Bildungsstatistik des Erziehungsdepartements und interkantonale Bildungsberichte, von Leistungstests und weiteren Erhebungen. In diesem Zusammenhang hat der Regierungsrat ausgewählte Richtwerte zur Kenntnis genommen, an denen sich die Analysen ausrichten werden.
Qualitative Daten
Qualitative Daten vertiefen und ergänzen die quantitativen Daten. Die Wirksamkeit der Erneuerungen an den Volksschulen wird mit Schulevaluationen vor Ort erfolgen. Im Laufe der nächsten 10 Jahre soll an allen Schulen des Kantons inklusive der Gemeindeschulen von Riehen und Bettingen zweimal der Stand der Umsetzung der Schulreformen erhoben werden. Den Schulen werden fünf verschiedene Arten von Standortbestimmungen zur Wahl gestellt. Bei den ersten drei handelt es sich um Formen der internen, bei den letzten zwei um Formen der externen Schulevaluation:
- 18-Stunden-Evaluation: Bei dieser Evaluationsform führt ein schulinternes Team an der eigenen Schule eine Kurzevaluation zu einem ausgewählten Fokusthema durch, um so den eigenen Entwicklungsstand selber zu erkennen und zu beurteilen. Die Schulleitungen und Lehrpersonen werden auf diese neu entwickelte Kurzevaluation vorbereitet und die Ergebnisse werden mit ihnen nachher besprochen.
- Partnerschul-Peer-Review: Diese Evaluationsform hat grosse Ähnlichkeiten mit der 18-Stunden-Evaluation, weist aber in einem Punkt einen entscheidenden Unterschied auf: Die Datenerhebung und die vorgängige Sichtung der Daten wird nicht durch ein schulinternes Team, sondern durch das Team einer freiwillig gewählten Partnerschule vorgenommen.
- Datenerhebung im Schultandem: Bei dieser Evaluationsform steht die klassische Fragebogenevaluation im Vordergrund. Zur Unterstützung und Anreicherung der Evaluationsarbeit wird hier ebenfalls die Bildung eines Schultandems mit einer Partnerschule vorgeschlagen.
- Externe Befragung zum Umsetzungsprozess: Die Schulen der neuen Stufen werden nach der erfolgten Strukturanpassung und weiteren Themen befragt. Diese Befragung bietet den Schulen die Gelegenheit, über Erfolge, Schwierigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten zu berichten – und dadurch zu Verbesserungen beizutragen.
- Vertiefte Fallstudie: Einige Primar- und Sekundarschulen können sich darüber hinaus einer vertieften Fallstudie unterziehen lassen.
Koordination
Die Schulharmonisierung wird mit verschiedenen kantonalen und interkantonalen Projekten koordiniert. Weitere Informationen finden sich unter Links.
